LADEKARTEN - WELCHE ANBIETER GIBT ES UND WAS KÖNNEN SIE?

24.02.2023

...Die Anzahl an Elektroautos in Österreich steigt und steigt. Dementsprechend wächst auch das Angebot an Ladeinfrastruktur. Mittlerweile gibt es etwa alle 30 Kilometer eine Ladesäule. Wir haben die relevantesten Anbieter von Ladekarten, Lade Apps und Ladestationen im Überblick.

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Wer ein rein elektrisch betriebenes Auto fährt, lädt im Idealfall zuhause über Nacht oder untertags im Job. Dennoch sollte auch eine Ladekarte oder eine Lade App, mit der sich an möglichst allen oder vielen öffentlichen Ladestationen laden lässt, nicht fehlen.

So ist das Elektroauto Laden in Österreich organisiert

In Österreich sowie generell in Europa beschäftigen sich viele Unternehmen in unterschiedlichsten Konstellationen und Kooperationen mit der Stromversorgung für Elektrofahrzeuge. Das Ladenetz (Stand Februar 2023) umfasst in Österreich über 15.000 öffentliche Ladepunkte mit öffentlichen E-Tankstellen bzw. Ladestationen, an denen via Karte oder Smartphone-App getankt werden kann.

 

Wir haben die wichtigsten Anbieter in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet, darüber hinaus gibt es auch Ladepunkte, die etwa bei Supermärkten kostenlos für Kunden zur Verfügung stehen.

BEÖ

Unter dem BEÖ (Bundesverband Elektromobilität Österreich) haben sich die Energieversorger der Bundesländer sowie einige städtische Energieversorger organisiert. Dazu zählen Burgenland Energie, Energie AG, Energie Graz, Energie Steiermark, EVN, Illwerke VKW AG, Innsbrucker Kommunalbetriebe, Kelag, Linz AG, Salzburg AG.

Detaillierte Auskunft über Ladekarten und Tarifmodelle finden Sie auf den entsprechenden Websites. Es wird ausschließlich Ökostrom angeboten.

 

Angebot: dichtes Ladenetz (8.000 im BEÖ Netz); AC-laden bis 11 kW, eher selten 22 kW, DC-Schnellladen bis zu 350 kW (an Hauptverkehrsrouten und in Ladeparks). Im Bereich Nahversorger und Baumärkte ist ein Trend zu DC-Laden mit 20kW erkennbar …

Kosten/Abbuchung: abgerechnet wird nach Minuten, Tarife orientieren sich an der maximal verfügbaren Leistung vom jeweiligen Ladepunkt. Außerhalb Österreichs wird je Ladevorgang ein Aufpreis verrechnet. Je nach Energieversorger gibt es unterschiedliche Verträge und Zuschläge fürs Laden bei den anderen BEÖ-Mitgliedern bzw. bei Roaming-Partnern.

ella

ella hat neben einigen eigenen Ladestationen vorwiegend Kooperationen mit Handelsunternehmen (z. B. Hofer) und Kommunen und seit 2022 auch mit dem DKV-Mobility-Ladenetzwerk. Mit der ella-Ladekarte kann auch bei den Roaming-Partnerunternehmen ÖAMTC, DA-emobil, ionity und TIWAG geladen werden und bezahlt werden.

 

Angebot: Strom der ella-Schnellladestationen kommt zu 100 % aus erneuerbaren Energien (W.E.B-Grünstrom). Die Ladestationen befinden sich an Verkehrsknotenpunkten, in der Nähe von gastronomischen Einrichtungen und sind meistens überdacht. Der Großteil ermöglicht Wechselstromladen (bis 11 oder 22 kW AC), an einigen wenigen ist Gleichstrom-Schnelladen (über 75 kW DC) möglich.

Kosten/Abbuchung: generell wird nach kWh mit der ella-Ladekarte abgerechnet; Bei den Support Ladestationen (AC bis 22 kW) gibt es ab der 13. Ladestunde einen zeitabhängigen Zuschlag, Bei den Schnellladestationen (>40 kW) ab der 121. Minute.

EMC

Der ElektroMobilitätsClub Österreich ist eine Plattform zur Vernetzung, zum Austausch von Informationen und Neuigkeiten und eine Art Einkaufsgemeinschaft, bei der die Mitglieder an bis zu 97 % aller Ladepunkte österreichweit und europaweit laden können.

 

Angebot: die EMC-Clubkarte ist zugleich Ladekarte und bietet zahlreiche Vorteile, österreichweites Laden zu Spezialkonditionen und europaweites Laden

Kosten/Abbuchung: Die Abrechnung ist abhängig von der jeweiligen Ladestation und erfolgt entweder nach Minuten oder nach kWh.

Da-emobil

Das Tiroler Familienunternehmen da-emobil betreibt österreichweit mit einigen Partnern über 300 Ladestationen (mit rund 100 Ladepunkten) an wichtigen Verkehrspunkten, ein Großteil davon befindet sich in Tirol. Partner sind u. a. ÖAMTC oder Energie Steiermark.

 

Angebot: Ladeleistungen bis 300 kW

Kosten/Abbuchung: Abrechnung via da-emobil-Ladekarte oder App und QR-Code erfolgt nach kWh und Minuten; Bei den Partner-Stationen sind die Tarife mehr oder minder gleich. Roaming-Kunden zahlen einen prozentualen Aufschlag des Ladekartenbetreibers.

IONITY

Ionity ist ein Joint Venture von einigen Automobilherstellern (BMW, Mini, Ford, Hyundai, Mercedes Benz, Kia, Volkswagen, Audi, Skoda, Porsche, Genesis).

 

Angebot: europaweites (in 24 Ländern) High Power Charging bei über 2.000 Ladesäulen an oder in der Nähe der wichtigsten europäischen Autobahnen bis 350 kW.

Kosten/Abbuchung: abgerechnet wird mit RFID-Karten oder Token, Apps oder Plug & Charge; je nach Standort in Kilowattstunden oder Minuten.

Achtung: High Power Charging ist generell teurer.

ÖAMTC ePower

Der Mobilitätsclub ist mit ÖAMTC ePower sowohl Service-Provider als auch Ladestationen-Betreiber.

 

Angebot: gemeinsam mit Kooperationspartnern (UNIQA, ADEG, Unimarkt) und Roaming-Partnern ein österreichweites Netz (120 an eigenen Stützpunkten) von etwa 220 Ladestationen mit Wechsel- und Gleichstromladen. Weiters über 10.000 Ladepunkte bei Roaming-Partnern.

Kosten/Abbuchung: Bezahlung via ÖAMTC ePower App (exklusiv für Mitglieder) oder Ladekarte (Voraussetzung für deren Beantragung ist eine erfolgreich abgeschlossene Registrierung in der ÖAMTC ePower App); abgerechnet wird nach kWh; bei den Roaming-Partnern je nach Station nach kWh oder Zeit.

Smatrics

Smatrics ist ein Komplettanbieter und ein Tochterunternehmen des VERBUND aus Österreich und der deutschen EnBW (Energie Baden-Württemberg). Smatrics bezieht Strom aus erneuerbaren Energien und betreibt schon seit längerem eines der dichtesten Ladenetze Österreichs; Roaming-Verträge mit BEÖ und Ionity.

 

Angebot: Laden bei über 7.000 Ladepunkten in Österreich und über 85.000 in Europa; drei Steckertypen – hier finden auch noch ältere E-Fahrzeuge mit Chademo-Stecker Nahrung Wechselstrom bis 43 kW, Gleichstrom bis 350 kW (österreichweit dichtestes Hochleistungsladenetz)

Kosten/Abbuchung: Abrechnung nach kWh, verschiedene Tarife für häufige Nutzer, für regelmäßige und solche, die nur selten laden. Via Smartphone steht das gesamte smatrics EnBW Netz jedem sofort zur Verfügung: einfach nur QR-Code an der Ladesäule scannen und online einmalig registrieren

Turmöl

Es gibt war keine eigene Ladekarte – dafür kann hier bar bezahlt werden. Seit 2021 bieten auch etliche Turmöl-Tankstellen Ladestationen an – und zwar von 11 kW bis über 50 kW Ultra-Highspeedladen.

Angebot: aktuell stehen knapp 30 Ladestationen in Österreich zur Verfügung; weitere werden ausgebaut.

Kosten/Abbuchung: abgerechnet wird nach Zeit; bezahlt werden kann mit Smatrics Card, BEÖ-Card, via Bankomat oder bar

Shell Recharge

Mit der Shell Recharge App oder Ladekarte bekommen Sie Zugang zu einem der größten Ladenetzwerke Europas. Zum Laden gibt’s Strom aus erneuerbaren Energien – Unsere Shell Recharge Ladesäulen bieten Anschlüsse für das Kombi-Ladesystem (CCS) und aktuell noch bei einigen Shell Stationen das Ladesystem CHAdeMO.

Angebot: 150 kW DC-Ultraschnell-Ladesäulen

Kosten/Abbuchung: abgebucht wird nach kWh; bezahlt wird via Shell Recharge App oder Ladekarte, Kreditkarte oder QR-Code

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