Autogas (LPG)

Autogas entsteht als Nebenprodukt bei der Erdöl- und Erdgas-Förderung sowie in Erdöl-Raffinerien. In seiner chemischen Zusammensetzung ist es mit Benzin verwandt. Da Autogas wesentlich günstiger als Benzin ist, kann sich die Umrüstung auf Liquified Petroleum Gas (LPG) lohnen, insbesondere bei Fahrzeugen mit hohem Benzinverbrauch und bei Vielfahrern. Die Autogas-Anlagen sind in der Regel auf einen bivalenten (wechselweisen) Betrieb ausgelegt, d. h. während der Fahrt kann von Benzin- auf Gasbetrieb umgeschaltet werden und umgekehrt. Gänzlich auf den Benzintank zu verzichten macht wenig Sinn, da das Tankstellennetz noch nicht so gut ausgebaut ist. Neben einem geringeren Verbrauch entstehen bei der Verbrennung von LPG außerdem bis zu 10 Prozent weniger CO2 als beim Benzinmotor, jedoch ca. 2 Prozent mehr als bei einem Diesel.

Zu beachten ist, dass Autogas-Fahrzeuge in Österreich nicht in Tiefgaragen einfahren dürfen. Da LPG schwerer ist als Luft, verflüchtigt es sich nicht so leicht und im Fall eines Austritts bestände dadurch eine gewisse Explosionsgefahr. Im Tank selbst sorgen Sicherheitsventile im extremen Schadensfall für ein gezieltes Abblasen des Autogases bzw. für ein kontrolliertes Abbrennen bei Hitzeeinwirkung (z. B. durch Fahrzeugbrand) und verhindern dadurch die Gefahr einer Explosion des Autos.

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