Brennstoffzellen

Neben dem Elektroauto gilt das Brennstoffzellenfahrzeug als Auto der Zukunft und als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen. Das Brennstoffzellenfahrzeug zählt zwar ebenfalls zu den elektrisch angetriebenen Autos, kombiniert jedoch den Elektromotor mit einem völlig neuen Kraftstoff. Auf dem Markt sind bisher erst zwei serienmäßige Brennstoffzellenfahrzeuge, der Hyundai ix35 Fuell Cell und der Toyota Mirai, zu finden. Derzeit ist der Kaufpreis für die Brennstoffzellenfahrzeuge sehr hoch. Eine wichtige Frage ist daher, wie die Hersteller es schaffen, die mit Wasserstoff angetriebenen Fahrzeuge in Zukunft zu Preisen anzubieten, die für die Autokäufer attraktiv und leistbar sind.

Funktionsweise des Antriebs

Bei Brennstoffzellenfahrzeugen werden PEM-Brennstoffzellen (Polymer-Elektrolyt-Membran) eingesetzt. Durch die Reaktion von Wasserstoff und Luftsauerstoff entsteht in dieser Brennzelle Strom. Dieser wird im Elektromotor umgesetzt und damit letztlich das Fahrzeug angetrieben. In der Brennstoffzelle umlaufen Wasserstoff und Sauerstoff die Anode bzw. die Kathode und werden durch die Membran voneinander getrennt. Der Wasserstoff, in dem Fall der Brennstoff, wird an der Anode katalytisch oxidiert und in Ionen umgewandelt. Dabei werden Elektronen abgegeben. Da die Membran lediglich für die Ionen durchlässig ist, wandern diese in die Kammer mit dem Oxidationsmittel. Die Elektronen hingegen können nicht durch die Membran dringen und müssen den Umweg über einen elektrischen Verbraucher zur Kathode nehmen, wobei Strom entsteht. An der Kathode reagiert der Sauerstoff mit den Elektronen und wird zu Anionen, die durch unmittelbare Reaktion mit den Protonen, die zu Beginn des Prozesses zur Kathode gewandert waren, zu Wasser. Wasser und Wärme stellen somit die einzigen Nebenprodukte der Reaktion dar. Um genügend Leistung für den Antrieb des Elektromotors zu generieren, setzt sich eine Fahrzeug-Brennstoffzelle aus vielen Einzelzellen zusammen, die zu einem Block geschaltet werden.

Tanken und Tankstellennetz

Wasserstoff wird in den Tanks entweder gasförmig unter hohem Druck oder flüssig bei sehr niedrigen Temperaturen gespeichert. Da Wasserstoff bei -253°C flüssig wird, sind superisolierte, doppelwandige Tanks notwendig. An Tankstellen findet man Wasserstoff sowohl flüssig als auch gasförmig vor, die Fahrzeugindustrie konzentriert sich vorerst auf die gasförmige Speicherung. Das Tankstellennetz befindet sich erst im Aufbau. In Österreich befinden sich erst zwei Tankstellen, eine in Wien und eine in Innsbruck.

Steuervorteile

Da das Brennstoffzellenfahrzeug ebenfalls rein elektrisch angetrieben wird, ist in Hinblick auf Förderungen genauso zu behandeln wie das Elektroauto. Da die Normverbrauchsabgabe (NoVA) erst ab einem CO2-Ausstoß von 90g/km zu zahlen ist, entfällt sie bei rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen komplett. Ebenso werden keine Kfz-Steuer und keine motorbezogene Versicherungssteuer fällig. Für lokal emissionsfreie Firmenfahrzeuge, d.h. mit einer CO2-Bilanz von 0g/km, wird kein Sachbezug versteuert.

Förderungen

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) unterstützen gemeinsam mit den Automobilimporteuren den Kauf von Elektrofahrzeugen. Vom Händler muss beim Kauf des Fahrzeugs ein Bonus von 1.500 Euro gewährt werden, damit die staatliche Förderung von bis zu 2.500 Euro beantragt werden kann. Die Förderung gilt nur für Neuwagen bzw. für Fahrzeuge mit Tageszulassung oder Funktionsfahrzeugen wie Vorführwagen, deren Erstzulassung beim Kauf nicht mehr als 12 Monate zurückliegt. Zusätzlich kann eine Landesförderung von 1.000 Euro beantragt werden.

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